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	<title>Karin schreibt org</title>
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	<description>Schreiben, Lesen, Leben</description>
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		<title>Biedermeier als Parodie</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 20:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Grimmsche Wörterbuch weiß zum Begriff &#8220;Parodie&#8221; zu sagen:
umbildung einer bekannten ernsten dichtung mit beibehaltung ihrer form ins scherzhafte oder spöttische, dann auch im übertragenen sinne (aus griech. παρωδία neben-, gegengesang, dann umdichtung allgemein bekannter und berühmter gedichte, so dasz bei geringer veränderung der worte statt des erhabenen ein gemeiner und lächerlicher sinn hervorgeht.)
Aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a title="Deutsches Wörterbuch online" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/" target="_blank">Grimmsche Wörterbuch</a> weiß zum Begriff &#8220;<strong>Parodie</strong>&#8221; zu sagen:</p>
<blockquote><p><em>umbildung einer bekannten ernsten dichtung mit beibehaltung ihrer form ins scherzhafte oder spöttische, dann auch im übertragenen sinne (aus griech. παρωδία neben-, gegengesang, dann umdichtung allgemein bekannter und berühmter gedichte, so dasz bei geringer veränderung der worte statt des erhabenen ein gemeiner und lächerlicher sinn hervorgeht.)</em></p></blockquote>
<p>Aus dem Biedermann (vir bonus) ist mit wenigen literarischen Griffen ein <strong>Biedermeier </strong>zu machen und die <strong>begriffliche Gratwanderung</strong> entspricht der so bezeichneten Epoche.</p>
<p><a title="Biographie Eichrodt" href="http://www.karlsruhe.de/kultur/stadtgeschichte/biographien/eichrodt/" target="_blank"><strong>Rudolf Rodt</strong></a> hat nicht nur an der parodistischen Epochenbezeichnung mitgewirkt, sondern auch ernste Dichtung mit Beibehaltung ihrer Form ins scherzhafte umgebildet. Während der <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aus_dem_Leben_eines_Taugenichts" target="_blank">&#8220;Taugenichts&#8221;</a> von Eichendorff spätromantisch-freudig &#8220;nach Italien, nach Italien!&#8221; läuft, wo er das gute Leben findet und wo Goethes<a title="Bilder und Text auf dem Goethezeitportal" href="http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/johann-wolfgang-von-goethe/mignon-illustrationen/goethe-motive-auf-postkarten-reta-walter-als-mignon.html#Lieder" target="_blank"> &#8220;Mignon&#8221;</a> von Zitronenblüten und Gold-Orangen träumt, &#8220;wohnt&#8221; in Rodts Italien die mehrdeutige Pomeranze. Und so sieht der sehnsüchtige Wanderlustige aus Rodts Gedicht &#8220;Wanderlust&#8221; (1849) Kalifornien:</p>
<blockquote><p>Aber jetzt! nach Kalifornigen<br />
Jagt es mir den Sinn den zornigen,<br />
Der schon längst dahin geschwärmt:<br />
Wo die goldnen Adern ziehen,<br />
Durch die schweigenden Prairieen,<br />
Und der Sakramenter lärmt -<br />
Dahin, Alter, laß mich ziehn!</p>
<p>Nach Kalifornigen, nach Kalifornigen<br />
Fang ich an das Lied von vornigen,<br />
Wo der ew&#8217;ge Dollar rollt,<br />
Wo es gelber wird und gelber,<br />
Wo des Wandrers Adern selber<br />
Wandeln sich in flüssig Gold -<br />
Alter, dahin muß ich ziehn!</p>
<p>Dahin, wo bei Tropenhitze<br />
Auch in der geringsten Pfütze<br />
Noch ein echter Goldfisch irrt;<br />
Wo die Quellen, die gefrieren,<br />
Sich zu Gold statt Eis fixiren,<br />
Wenn es jemals Winter wird -<br />
Dahin, Alter, möcht ich ziehn.</p>
<p>Dort wo unter jeder Scholle<br />
Von Dukaten eine Rolle<br />
Schlummernd uns entgegen lacht;<br />
Wo das Silber ist Lappaligen,<br />
Wo der Mensch mit Viktualien<br />
Glänzende Geschäfte macht -<br />
Dahin, Alter, laß mich ziehn! -</p></blockquote>
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		<title>Wissenskulturen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 02:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biedermeier]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst von Feuchtersleben]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Vormärz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich freue mich darüber, dass in das aktuelle Jahrbuch des Forum Vormärz Forschung ein Beitrag von mir über den komplexen Text &#8220;Zur Diätetik der Seele&#8221; von Ernst von Feuchtersleben aufgenommen wurde. Ich danke den Herausgebern Gustav Frank und Madleen Podewski für diese Möglichkeit, an einer multiperspektivischen Behandlung der &#8220;Wissenskulturen des Vormärz&#8221; mitzuwirken.
Je eingehender ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich darüber, dass in das aktuelle <a title="FVF_Jahrbuch" href="http://www.vormaerz.de/jahrbuch.html" target="_blank">Jahrbuch des Forum Vormärz Forschung </a>ein Beitrag von mir über den komplexen Text <a href="http://karin-schreibt.org/2011/01/25/bestseller-von-einst/">&#8220;Zur Diätetik der Seele&#8221;</a> von <strong>Ernst von Feuchtersleben</strong> aufgenommen wurde. Ich danke den Herausgebern<strong> Gustav Frank und Madleen Podewski</strong> für diese Möglichkeit, an einer multiperspektivischen Behandlung der &#8220;Wissenskulturen des Vormärz&#8221; mitzuwirken.</p>
<p>Je eingehender ich mich mit dem <strong>Biedermeier </strong>beschäftige, desto deutlicher überträgt sich die zeitgenössische Erschütterung aller Sicherheiten und die Problematik der <strong>Formulierung und Verfestigung neuer sozialer und ästhetischer Normen</strong> auf meine Erkenntnis. Und das meine ich im positiven Sinn.</p>
<p>Den Begriff &#8220;Biedermeier&#8221; lerne ich immer mehr zu schätzen, einerseits als passenden Hinweis darauf, dass in der Zeit zwischen 1815 und 1848 das (Klein)Bürgertum zu einem relevanten kulturellen und politischen Faktor wurde, und andererseits, weil die weite Verbreitung der Bezeichnung das Ergebnis einer Paraodie ist. Einer ihrer Urheber ist Ludwig Eichrodt, der unter dem Pseudonym <strong>Rudolf Rodt</strong> unter anderem Gedichte mit dem Titel  &#8220;Dachstubenpoesie der Lenautiker&#8221; und &#8220;Das Frauenauge und der elektromagnetische Telegraf&#8221; verfasst hat. Sein<strong> Wanderlied</strong> beginnt mit den schönen Zeilen</p>
<blockquote><p>Nach Italien, nach Italien!<br />
Möcht ich, Alter, jetzt einmaligen!<br />
Wo die Pomeranze wohnt&#8230;</p></blockquote>
<p>Und dieses zu seiner Zeit durchaus populäre Gedicht, erschienen 1849 in den <a title="Digitalisat der Universität Heidelberg" href="http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/digilit/fliegendeblaetter.html" target="_blank">Fliegenden Blättern</a>, enthält auch ein paar Strophen zum Sehnsuchtsland Kalifornien. Die erste davon lautet:</p>
<blockquote><p>Aber jetzt! nach Kalifornigen<br />
Jagt es mir den Sinn den zornigen,<br />
Der schon längst dahin geschwärmt:<br />
Wo die goldnen Adern ziehen,<br />
Durch die schweigenden Prairieen,<br />
Und der Sakramenter lärmt -<br />
Dahin, Alter, laß mich ziehn!</p></blockquote>
<p>Die nächsten Strophen liefere ich in den kommenden Tagen hier in diesem Blog.</p>
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		<title>Auf dem Weg zum Untergang</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 23:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Bertha von Suttner]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Grillparzer]]></category>
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		<category><![CDATA[Nation]]></category>
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		<description><![CDATA[In Vorbereitung auf die hier bereits mehrfach erwähnte Konferenz in Long Beach, bei der die Rolle Österreichs im Gefüge der Regionen, Staaten, Nationen und Landschaften aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde, habe ich mich ausführlich mit nationaler Identität beschäftigt. Besonders fasziniert hat mich bei meiner Forschung, wie das Konzept der Nation aus prinzipiell vernünftigen, friedliebenden Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Vorbereitung auf die hier bereits mehrfach <a href="http://karin-schreibt.org/2012/03/02/nationale-gedichte/">erwähnte Konferenz</a> in Long Beach, bei der die <strong>Rolle Österreichs </strong>im Gefüge der Regionen, Staaten, Nationen und Landschaften aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde, habe ich mich ausführlich mit <strong>nationaler Identität</strong> beschäftigt. Besonders fasziniert hat mich bei meiner Forschung, wie das <strong>Konzept der Nation</strong> aus prinzipiell vernünftigen, friedliebenden Menschen (z.B. Autoren) lauthals nach Krieg und Zerstörung schreiende Dummköpfe macht. Nun ist das keine neue Erkenntnis, vielmehr eine die sich z.B. auch durch die Lektüre von <a title="aeiou_Karl Kraus" href="http://www.austria-lexikon.at/af/AEIOU/Kraus,_Karl" target="_blank">Karl Kraus</a>&#8216; &#8220;Die letzten Tage der Menschheit&#8221; (auch sehr zu empfehlen: die gekürzte Fassung gelesen von Helmut Qualtinger) oder Bertha von Suttners <a title="Kurzrezension von &quot;Die Waffen nieder&quot;" href="http://www.readme.cc/de/buchtipps-leser/buchtipp/showbooktip/4228/" target="_blank">&#8220;Die Waffen nieder&#8221;</a> erlangen lässt. Und gerade habe ich <a title="Wikipedia_Morton" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Morton" target="_blank">Frederic Morton</a>s Buch &#8220;Thunder at Twilight&#8221; gelesen, die ausführlich recherchierte und gut erzählte Darstellung der Zeit unmittelbar vor &#8220;Ausbruch&#8221; des Ersten Weltkriegs.</p>
<p>Grillparzer sagt es 1849 so:</p>
<blockquote><p>Der Weg zur neuen Bildung geht<br />
Von Humanität<br />
Durch Nationalität<br />
Zur Bestialität.</p></blockquote>
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		<title>Reisen bildet</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 21:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[California]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als &#8220;die Identifizierung von Merkmalen durch Vergleich mit einem vorliegenden Muster&#8221; bezeichnet Meyers Taschenlexikon die Mustererkennung , die es uns erlaubt, auch in fremden Gefilden Erkenntnisse zu erlangen (eine Begriffs-Übertragung aus der Informatik). Im Hawelka gibt es auch immer noch ein Platzerl.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als &#8220;die Identifizierung von Merkmalen durch Vergleich mit einem vorliegenden Muster&#8221; bezeichnet Meyers Taschenlexikon die <strong>Mustererkennung </strong>, die es uns erlaubt, auch in fremden Gefilden Erkenntnisse zu erlangen (eine Begriffs-Übertragung aus der Informatik). Im <a title="Café Hawelka, Wien" href="http://www.hawelka.at" target="_blank">Hawelka</a> gibt es auch immer noch ein Platzerl.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 458px"><img class=" " title="Hawelka" src="https://lh5.googleusercontent.com/-aRwPOhh4yEk/T6Q_qnNiavI/AAAAAAAABDE/NavuEufzYXk/s640/Hawelka.jpg" alt="Fishermans Wharf Monterey" width="448" height="336" /><p class="wp-caption-text">Fisherman&#39;s Wharf Monterey</p></div>
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		<title>Kreative Pause</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 22:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[California]]></category>
		<category><![CDATA[Hieronymus Lorm]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer kreativen Pause, die mich unter anderem nach Long Beach zu einer Konferenz mit dem Titel aeiou geführt hat, bin ich zurück in meinem Blog, ein virtuelles Comeback sozusagen.
Die Konferenz war ausnehmend anregend, der Universitätscampus der Cal State Long Beach ist sehr schön. Es gab interessante Vorträge und Diskussionen, und was mich besonders beeindruckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer kreativen Pause, die mich unter anderem nach Long Beach zu einer <a title="Informationen über die Konferenz" href="http://www.visitlongbeach.com/static/index.cfm?contentID=1819&amp;navid=30" target="_blank">Konferenz </a>mit dem Titel <a title="Erklärung des Mottos bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/A.E.I.O.U." target="_blank"><em>aeiou</em></a> geführt hat, bin ich zurück in meinem Blog, ein virtuelles Comeback sozusagen.</p>
<p>Die Konferenz war ausnehmend anregend, der Universitätscampus der<a title="California State University Long Beach" href="http://www.csulb.edu/" target="_blank"> Cal State Long Beach</a> ist sehr schön. Es gab interessante Vorträge und Diskussionen, und was mich besonders beeindruckt hat, war das Engagement der Studierenden.</p>
<p>Ich habe bei der Konferenz über <a href="http://karin-schreibt.org/tag/hieronymus-lorm/">Hieronymus Lorm</a> gesprochen, der unter anderem das <a title="Lormen_Deutsches Taubblindenwerk" href="http://taubblindenwerk.de/aufsatz_lormen.html" target="_blank">Lormen</a> erfunden hat. Flankiert war ich bei meinem Vortrag von Forschung zum 18. und zum 20. Jahrhundert, genau gesagt von <strong>Matthias Mansky</strong>, der in seinem Vortrag &#8220;Wiener Komödie und Londoner Theater um 1800: Zur Skurrilität eines marginalen Kulturtransfers&#8221; unter anderem ein Beispiel für die Macht des Kanons geliefert hat &#8211; der &#8220;<a title="Illustration einer Liebhaberauffuehrung des &quot;Postzuges&quot; von Ayrenhoff" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/8/89/LiebhaberauffuehrungPostzugGemaltGeorgMelchiorKraus2.jpg/419px-LiebhaberauffuehrungPostzugGemaltGeorgMelchiorKraus2.jpg" target="_blank">Postzug</a>&#8221; von Lessing! Und von <strong>Bianca Zaininger</strong>, die mich mit ihrer Analyse des &#8220;<a title="über den Rennbahn-Expreß" href="http://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Rennbahn-Expre%C3%9F" target="_blank">Rennbahn-Expreß</a>&#8221; in meine Jugend zurückgeführt hat.</p>
<p>Rund um die Konferenz habe ich eine kleine Reise durch Kalifornien gemacht und mich in Muster-Erkennung geübt. Ein Beispiel dafür folgt demnächst in diesem Blog.</p>
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		<title>An Besessenheit grenzende Freude im Blog</title>
		<link>http://karin-schreibt.org/2012/04/05/an-besessenheit-grenzende-freude-im-blog/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 20:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreiben für das Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade fällt mir ein Tagungsbericht in die Hände, der mir bestätigt, dass es Zeit ist, eine Zwischenbilanz über das Bloggen zu ziehen. Mein Blog ist seit 2008 online und ich habe im Großen und Ganzen das gemacht, was ich mir anlässlich seiner Einrichtung vorgenommen habe: Ich dokumentiere meine Arbeit und stelle Wissen zur Verfügung. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade fällt mir ein <a title="Tagungsbericht_Weblogs in den Geisteswissenschaften oder: Vom Entstehen einer neuen Forschungskultur" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4185" target="_blank">Tagungsbericht </a>in die Hände, der mir bestätigt, dass es Zeit ist, eine Zwischenbilanz über <strong>das</strong> <strong>Bloggen </strong>zu ziehen. Mein Blog ist seit 2008 online und ich habe im Großen und Ganzen das gemacht, was ich mir anlässlich seiner Einrichtung vorgenommen habe: Ich <a href="http://karin-schreibt.org/about/">dokumentiere </a>meine Arbeit und stelle Wissen zur Verfügung. Ich erzähle es in meinem Blog, wenn ich einen Vortrag vorbereite, oder dass ich einen Artikel veröffentlicht habe und berichte aus der Werkstatt des Lesens und Schreibens. Vor allem aber <strong>teile </strong>ich mit meinen Leserinnen und Lesern <strong>Fundstücke, Zitate, Gedichte, <em>bits and pieces</em></strong>, auf die ich bei meiner Arbeit stoße.</p>
<p>Die meisten Einträge habe ich unter „Literaturwissenschaft“ und hier unter „19. Jahrhundert“ kategorisiert. In der Schlagwortwolke dominiert die österreichische Dichterin Betty Paoli; Marie von Ebner-Eschenbach und Franz Grillparzer sind mit großem Abstand auf Platz 2 und 3. Mein Blog ist zum <strong>Spiegel </strong>meiner Interessen geworden. Und zugleich ist er eine <strong>Materialsammlung </strong>zur österreichischen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Der persönliche Aspekt und der Aspekt des Sammelns und Bewahrens – beide sind für mich gleich wichtig.</p>
<p>Nach der Lektüre des oben erwähnten Berichts zur Tagung mit dem Titel „Weblogs in den Geisteswissenschaften oder: Vom Entstehen einer neuen Forschungskultur“ frage ich mich: Warum bloggen Historikerinnen und Historiker, während andere Geisteswissenschaftler(innen) in Bezug auf dieses Medium weiterhin Zurückhaltung üben? Lässt man die akademischen Fragen wie Prestige, Qualitätskontrolle und Zitierfähigkeit, über die in der Tagung ausführlich gesprochen wurde, einmal außer Acht, so kommt man zum Schluss: Wer historisch arbeitet, findet ständig irgendwelche Texte/Quellen/Belege/Gegenstände, die nicht unmittelbar für die eigene Forschung verwertet werden können, zumindest nicht sofort und nicht in einem ausführlichen Artikel, die aber so interessant sind, dass man sie <strong>herumzeigen </strong>möchte. Wo könnte man das besser als im <strong>WWW</strong>? Diese kindliche, an Besessenheit grenzende Freude am überraschenden Fund ist für mich eine der erfreulichsten Erscheinungen der Wissenschaft.</p>
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		</item>
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		<title>Intellektuelle und gigantische Bäume</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 17:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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		<category><![CDATA[Nikolaus Lenau]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Endlicher]]></category>
		<category><![CDATA[Vormärz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war in den Muir Woods, einem Naturschutzgebiet nördlich von San Francisco. Geschützt werden dort die Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens, auch California Redwoods genannt), die zu der höchsten Baumart der Erde zählen und dementsprechend beeindruckend sind. Lateinisch benannt wurden diese immergrünen Zypressengewächse von dem österreichischen Botaniker Stephan Ladislaus Endlicher (1804-1849), wahrscheinlich zu Ehren des Gelehrten Sequoyah, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war in den <a title="National Park Service_Muir Woods" href="http://www.nps.gov/muwo/index.htm" target="_blank">Muir Woods</a>, einem <strong>Naturschutzgebiet </strong>nördlich von San Francisco. Geschützt werden dort die <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sequoia_sempervirens" target="_blank">Küstenmammutbäume </a>(<strong>Sequoia </strong>sempervirens, auch California Redwoods genannt), die zu der höchsten Baumart der Erde zählen und dementsprechend beeindruckend sind. Lateinisch benannt wurden diese immergrünen Zypressengewächse von dem österreichischen <strong>Botaniker <a title="AEIOU_Endlicher" href="http://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Endlicher%2C_Stephan_Ladislaus" target="_blank">Stephan Ladislaus Endlicher</a> (1804-1849)</strong>, wahrscheinlich zu Ehren des Gelehrten Sequoyah, der die Cherokee-Schrift entwickelt hat.</p>
<p>Stephan Endlicher war einer jener Intellektuellen, die im <strong>Vormärz </strong>die Einrichtung einer kaiserlichen <strong>Akademie der Wissenschaften</strong> forderte. Die Idee dahinter war, durch <strong>freien Ideenaustausch in Vorträgen und Veröffentlichungen</strong> die strenge <strong>Zensur </strong>des <strong>Metternich</strong>-Regimes zu unterwandern. Die österreichische Regierung verhinderte den Plan lange Zeit und der Wien-Besucher William Wilde (Vater von Oscar Wilde) schreibt 1843:</p>
<blockquote><p>I do firmly believe, that were the barrier that now dams up the stream of learning at its source but once removed, Vienna would pour forth a flood of light that would soon rival every capital in Europe. Surely, with such men as <strong>Hammer-Purgstall</strong>, the first of living orientalists, and who undoubtedly stands at the head of the Austrian literati;  … novelists like <strong>Caroline Pichler</strong>; poets like <strong>Grillparzer</strong>, Sedlitz, <strong>Lenau</strong> (Nimpsch), and Castelli (note: The number of poets in Vienna is very remarkable: independent of those I have enumerated above, we find Count Auersperg, [the Anastasius Grün], Frankl, Feuchtersleben, and<strong> Betty Paoli</strong>, who have all written with much spirit and effect.); … naturalists, who count among their numbers John Natterer, Endlicher<strong> </strong>… &#8211; there is a sufficiency of talent to render the literary society of the capital both useful, brilliant, and agreeable.</p></blockquote>
<p>1847 wurde die Akademie gegründet, ihr erster Präsident war Joseph von Hammer-Purgstall. Den Schriftstellern, die sich völlige Meinungsfreiheit gewünscht hatten und die davon ausgegangen waren, dass eine Akademie der Wissenschaften <strong>der bürgerlichen Emanzipation dienen</strong> würde, wurden aber enttäuscht. Die Statuten nahmen auf die Zensur Rücksicht und Adelige waren tonangebend in den Gremien. <a href="http://karin-schreibt.org/2012/03/02/nationale-gedichte/"><strong>Hienoymus Lorm</strong></a> spottete:</p>
<blockquote><p>Jeder neugeborne Prinz ist sogleich wissenschaftlicher Akademiker.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Anfänge des E-Books</title>
		<link>http://karin-schreibt.org/2012/03/25/die-anfange-des-e-books/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 20:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[E-Book]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich in meinem Blog immer wieder einmal zum Thema E-Book-Reader geäußert. Kurz zusammengefasst: Finde ich gut, die Idee. Ich habe schon vermutet, dass sie &#8211; die Idee &#8211; etwas älter sein könnte. Vor einiger Zeit hat sich der Blog Paleofuture des Themas angenommen und erfreut uns mit einem schönen Bild:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich in meinem Blog immer wieder einmal <a href="http://karin-schreibt.org/tag/e-book/">zum Thema E-Book-Reader</a> geäußert. Kurz zusammengefasst: <strong>Finde ich gut, die Idee.</strong> Ich habe schon vermutet, dass sie &#8211; die Idee &#8211; etwas älter sein könnte. Vor einiger Zeit hat sich der <a title="Blog Paleofuture" href="http://blogs.smithsonianmag.com/paleofuture/" target="_blank">Blog <strong>Paleofuture</strong></a> des Themas angenommen und erfreut uns mit einem schönen Bild:</p>
<p><img class="alignnone" title="Early E-Book-Reader" src="http://blogs.smithsonianmag.com/paleofuture/files/2012/03/1935-ebook-sm.jpg" alt="" width="385" height="307" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Quod erat demonstrandum: Frühlingsbimbam</title>
		<link>http://karin-schreibt.org/2012/03/23/quod-erat-demonstrandum-fruhlingsbimbam/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 21:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Almanach]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Heine]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[M. G. Saphir]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Prag]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Frühlinge
Horch! der Posaune Zauber gellt
Im Sieg&#8217;sruf durch die öde Welt, -
Von West zu Ost, von Süd zu Nord,
Glüht neu der Auferstehung Wort.
Wenn sich das neue Leben regt,
Hat sich das alte zur Ruh&#8217; gelegt,
Aus dem gelben Moder der Winterlag
Stößt die Primel und Hyazinth&#8217; zu Tag!
Weht der Frühlingsost über&#8217;s Jahr heran,
Hab&#8217; ich auch den letzten Schritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Frühlinge</p>
<p>Horch! der Posaune Zauber gellt<br />
Im Sieg&#8217;sruf durch die öde Welt, -<br />
Von West zu Ost, von Süd zu Nord,<br />
Glüht neu der Auferstehung Wort.</p>
<p>Wenn sich das neue Leben regt,<br />
Hat sich das alte zur Ruh&#8217; gelegt,<br />
Aus dem gelben Moder der Winterlag<br />
Stößt die Primel und Hyazinth&#8217; zu Tag!</p>
<p>Weht der Frühlingsost über&#8217;s Jahr heran,<br />
Hab&#8217; ich auch den letzten Schritt gethan, -<br />
Du Mutter Natur! Aus meinem Staub&#8217;<br />
Weck&#8217; üppiger Eichen und Myrten Laub!</p>
<p>von Lothar (Prag) in: Oesterreichischer Musenalmanach 1837</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frühlings-Bimbam</title>
		<link>http://karin-schreibt.org/2012/03/20/fruhling-bimbam/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 05:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin S. Wozonig</dc:creator>
				<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Ecocriticism]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Heine]]></category>
		<category><![CDATA[M. G. Saphir]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Frühlings-Bimbam à la Nachahmer von Heine
Im Frühling wächst die Blume,
Es geht der Kelch schön auf.
Im Frühling kommt die Muhme,
Da geht das Herz mir auf.
Im Frühling kommen Blätter,
Sie säuseln auf und zu,
Im Frühling kommt der Vetter,
Wir spielen blinde Kuh!
Im Frühling liebt der Schäfer
Die Schäferin, auch zwei!
Ich liebe wie ein Käfer,
Das macht die Poesei!
(Moritz Saphir, 1837)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frühlings-Bimbam à la Nachahmer von Heine</p>
<p>Im Frühling wächst die Blume,<br />
Es geht der Kelch schön auf.<br />
Im Frühling kommt die Muhme,<br />
Da geht das Herz mir auf.</p>
<p>Im Frühling kommen Blätter,<br />
Sie säuseln auf und zu,<br />
Im Frühling kommt der Vetter,<br />
Wir spielen blinde Kuh!</p>
<p>Im Frühling liebt der Schäfer<br />
Die Schäferin, auch zwei!<br />
Ich liebe wie ein Käfer,<br />
Das macht die Poesei!</p>
<p>(<a href="http://karin-schreibt.org/tag/m-g-saphir/">Moritz Saphir</a>, 1837)</p>
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