Clara Schumann und das Geistreiche
Clara Schumann war 1855 in Wien Gast der intellektuellen Salonière Iduna Laube, Frauenrechtlerin der ersten Stunde und einflussreiche Beraterin ihres Mannes Heinrich (Burgtheaterdirektor). Schumann fühlte sich sichtlich unwohl in dem Kreis, ihr Biograph schreibt: „Namentlich Betty Paoli jagte ihr einen wahren Schauder ein durch den Vortrag eines ‚wahrhaft widerlichen‘ Gedichtes: ‚Ich fühle mich schrecklich in solcher Gesellschaft, wo man jedem die Absicht, geistreich zu sein, anmerkt, ich atme dann ordentlich auf, wenn ich herauskomme.'“ Tja, manchmal ist das fremde Geistreiche anstrengend.
Sollten Sie nach Düsseldorf kommen: Im Schumann-Haus kann man in einer beeindruckenden Ausstellung mit viel Musik und einer exquisiten Präsentation von Briefen und anderen Objekten erfahren, was die Komponistin und Pianistin auf dem Gebiet und als Managerin und Betreuerin ihres Mannes Robert (Komponist) geleistet hat.