Donnerstag, 24. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Weihnachten im Taschenbuch Iduna

Heute geht es in meiner losen Blog-Reihe zum Thema Almanache um die Iduna für das Jahr 1852.

In ihr ist ein Bild mit dem Titel „Der Waisen Weihnacht“

und ein gleich betiteltes Gedicht enthalten.

Samstag, 19. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Brief von Betty Paoli an Friedrich Hebbel

Geehrtester Herr!

Meine auf morgen festgesetzte Abreise macht es mir leider unmöglich, Ihre freundliche Einladung für den Christabend zu benutzen, wie ich so gerne möchte. Mein Bedauern ist um so lebhafter als mir auch zugleich das Vergnügen entzogen wird, die persönliche Bekanntschaft Ihrer Frau Gemahlin zu machen, der ich so viele der schönsten Genüsse schulde. […] Mich Ihrer freundlichen Erinnerung empfehlend verbleibe ich mit wahrer Hochachtung Ihre ergebene Betty Paoli.

Freitag, 22. Dezember [1848]

Sonntag, 13. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Über das Schreiben von Rezensionen

Das Verfassen von Rezensionen ist im besten Falle eine kurzweilige, erfreuliche und zufriedenstellende Sache. So z.B. wenn man die zu besprechenden Werke selbst wählen darf und die Absicht der Empfehlung des Buchs hinter der Rezension steckt. Das ist für mich der Fall, wenn ich für das Portal readme.cc schreibe. Kürzlich ging dort meine Rezension über den Märchenroman „Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns“ von Gisela und Bettina von Arnim online.

Schwierig ist es hingegen, Sammelbände zu besprechen, wie ich wieder einmal bemerken konnte, als ich für die dritte Nummer der Aussiger Beiträge den Band „Österreichische Literatur ohne Grenzen“, hg. von Attila Bombitz u.a., zu rezensieren hatte. Die unterschiedlichen Beiträge wollen in ihrer Besonderheit gewürdigt sein, um alle zu besprechen fehlt der Platz, ein abschließendes Urteil über das Gesamtunternehmen ist zumeist nicht zu finden. Kurz, das Rezensieren von Sammelbänden ist eine undankbare Aufgabe.

Auf eine originelle Art hat diese Aufgabe der Rezensent R. L. (Rolf Löchel) im Rezensionsforum literaturkritik.de gelöst, als er über den Sammelband „Körperkonstruktionen und Geschlechtermetaphern“, hg. von Veronika Zangl und Marlen Bidwell-Steiner, geschrieben hat. Das Ergebnis ist hier nachzulesen. (Und ich bedanke mich.)

Donnerstag, 10. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Angeregte Diskussionen über das Chaos

Vor einigen Tagen wurde ich sehr freundlich in den schönen Räumen des Österreichischen Kulturforums in Bratislava empfangen, um dort gemeinsam mit dem Mitherausgeber Roman Mikúlaš in einem illustren Kreis über unseren Sammelband „Chaosforschung in der Literaturwissenschaft“ zu diskutieren.

Nach Referaten von Mgr. Róbert Gáfrik, PhD. und Mgr. Judit Görözdi, PhD. vom Institut für Weltliteratur der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und von Dr. Karin Harrasser von der Kunsthochschule für Medien Köln, hatte ich die Gelegenheit, mich über die Modellierung hochkomplexer Systeme, über Hermeneutik und über Wissensproduktion in Natur- und Geisteswissenschaften auszutauschen. Sehr anregend und bereichernd!

Sonntag, 6. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Hochtönender Vortrag

Vor kurzem wurde mir ein Artikel über „Die Kunst, pathetisch zu sprechen“ zur Kenntnis gebracht (Reinhart Meyer-Kalkus, FAZ 11. November 2009). Das bringt mich dazu, über Josef Lewinsky, geboren 1835 in Wien,  gestorben 1907 ebenda, Hofschauspieler, Regisseur, Schriftsteller und gefeierter Rezitator, zu berichten. Von 1858 bis 1907 war Lewinsky Charakterdarsteller am Wiener Burgtheater, ab 1870 arbeitete er auch als Regisseur.

Seine ersten Rollen spielte er in „Die Räuber“ und in „Clavigo“. Von der Theaterkritikerin der Oesterreichischen Zeitung, Betty Paoli, mit der ihn später eine enge Freundschaft verband, wurde Lewinsky hymnisch hochgeschrieben. Paoli nahm sich seines Sprechstils und seiner Interpretation an und unterstützte ihn mit ihrer Expertise als Sprachlehrerin, Übersetzerin französischer Stücke und Autorin formstrenger Gedichte.

Es gibt ein Tonzeugnis der Vortragskunst Josef Lewinskys: Die Österreichische Mediathek stellt seine Rezitation des Gedichts „Die drei Zigeuner“ von Nikolaus Lenau aus dem Jahr 1901 zur Verfügung.

Donnerstag, 3. Dezember 2009 von Karin S. Wozonig
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Vom Manuskript besessen

In ihrem Roman „Possession“ hat A. S. Byatt einer besonderen Spezies ein Denkmal gesetzt: Der historisch arbeitenden Literaturwissenschaftlerin, die von der Vergangenheit und von den Dokumenten über Leben und Werk einer Autorin oder eines Autors besessen ist.

Ich danke Dr. Rainer Theobald (Sammlung Theobald), Spezialist für das Theater des 17. bis 19. Jahrhunderts und Verfasser von zahlreichen Aufsätzen (z.B. „‘Nur nicht zu ultraliberal!‘“ Drei Briefe von M. G. Saphir, aus den Handschriften mitgeteilt“, Nestroyana, Bd. 28, 2008), dafür, dass er meine Besessenheit unterstützt.

Sonntag, 29. November 2009 von Karin S. Wozonig
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Betty Paoli an Josephine von Knorr

Wien 29 November 1877.
Theuerste Baronin!

Störungen aller Art, – darunter auch längeres Unwohlsein, – haben mich verhindert Ihnen für Ihre freundlichen Glückwünsche und das sie begleitende Geschenk schon früher zu danken. […]

Ich dachte häufig an Sie, liebste Baronin, in den prachtvollen Tagen, welche dieser Herbst uns ausnahmsweise brachte, ich erinnere mich keines so heiteren, sonnigen Novembers. Da muß das Leben auf dem Lande, trotz der kurzen Tage, doch recht angenehm gewesen sein, man konnte ja viele Stunden im Freien verbringen. Jetzt gehen Sie wohl bald nach Salzburg und dann nach Paris. […]

Hier in unserem kleinen Kreise spinnt sich das gewohnte Leben fort, nur mit dem betrübenden Unterschied, daß Sie und Frau von Littrow fehlen. […]

Leben Sie wohl, theuerste Baronin, und empfangen Sie wiederholt meinen beßten Dank für ihre freundliche Erinnerung. Mit den herzlichsten Wünschen für Ihr Wohlergehen und die ungehinderte Durchführung Ihrer Reiseprojekte
Ihre wahrhaft ergebene Betty Paoli

Josephine Freiin von Knorr (1827-1908) war Lyrikerin, Übersetzerin und Briefpartnerin von Marie von Ebner-Eschenbach. Durch Knorrs Vermittlung lernte Ebner-Eschenbach Franz Grillparzer und die Schwestern Fröhlich kennen.

Dienstag, 24. November 2009 von Karin S. Wozonig
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Betty Paoli intertextuell 3

Nicht nur in den literarischen Werken ihrer Zeitgenossen werden Gedichte von Betty Paoli erwähnt, sondern auch im Fernsehfilm „Späte Aussicht“ (2007). Darin zitiert eine Figur die ersten Zeilen des Gedichts „Ich“. Das Gedicht wurde zuerst 1841 veröffentlicht und lautet:

Ich
Ich kann, was ich muß! o seltnes Geschick!
Ich will, was ich muß – – o doppeltes Glück.

Mein Herz ist an Stärke dem Felsen gleich,
Mein Herz ist, wie Blumen, sanft und weich.

Mein Wesen gleicht Glocken von strengem Metall:
Schlag kräftig d’ran, gibt es auch kräftigen Schall.

Mein Geist stürmt auf eiligem Wolkenroß hin;
Mein Geist spielt mit Kindern mit kindlichem Sinn.

Ich weiß, was ich will! und weil ich es weiß,
Drum bann‘ ich’s zu mir in den magischen Kreis.

Ich weiß, was ich will! das ist ja die Kraft,
Die sich aus dem Chaos ein Weltall entrafft.

Ich weiß, was ich will! und wenn ich’s erreich‘,
Dann gelten der Tod und das Leben mir gleich.

In dem Film wirkt die Schauspielerin Rosemarie Fendel mit, eine Paoli-Kennerin. Sie spricht Paoli-Gedichte in den Hörbüchern „Das Dichterinnen Projekt“ und „Seelenbalsam“.

Freitag, 20. November 2009 von Karin S. Wozonig
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Betty Paoli in Europa

Weibliche Autoren giebt es relativ wenig in Wien. Betty Paoli, Ada Christen und die Baronin von Ebner-Eschenbach halten indessen die Fahne der Frauenliteratur zur Ehre ihres Geschlechtes ziemlich hoch. Betty Paoli, ein Talent erster Ordnung, ein edler Geist und edles Herz, ist durch ihre lyrischen Gedichte eine europäische Berühmtheit geworden.

Paul Vasili [Katharina von Radziwill]: Die Wiener Gesellschaft. 2. Auflage. Leipzig: H. le Soudier 1885. S. 304f.

Dienstag, 17. November 2009 von Karin S. Wozonig
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Wirklich nützliche Dinge 2

Heute: Für alle, die sich nicht zwischen Video, E-Book und social web entscheiden können

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You can read your book, watch videos that enhance the story and connect with authors and your friends through social media all on one screen, without switching between platforms.