Dienstag, 14. Februar 2012 von Karin S. Wozonig
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Ein Thema

Ich habe einen Wochenendausflug gemacht.

Sonntag, 29. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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Schräge Vögel

Heute gibt es wieder einmal einen Blog-Eintrag aus dem California Birthday Book, dessen Untertitel lautet:  “Prose and Poetical Selections from the Writings of Living California Authors with a Brief Biographical Sketch of each”. Herausgegeben wurde dieses Buch im Jahr 1909 von George Wharton James (1858–1923), einer flamboyanten, umstrittenen Persönlichkeit.

JANUARY 29.
Westward the Star of Empire! Come West, young men! Westward ho! to all of you who want an opportunity to do something and to be something. Here is the place in the great Southwest, in the great Northwest, in all the great West, where you can find an opportunity ready to your hand. We are only 3,000,000 now. There is room here for 30,000,000. Where each one of us is now finding an opportunity to do something and be something there is plenty of room for ten more of you to come and join us.
George Ward Burton, in Burton’s Book on California.

Freitag, 20. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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Transportmittel

Ich habe ein neues Fahrrad. Es passt zu meinem neuen Wohnort.

Und es hat einen Aufkleber. Der ist meinem Lebensstil angemessen.

Montag, 16. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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Von Hochstaplern

Ich interessiere mich für das neunzehnte Jahrhundert. Deshalb hat mich die Beschreibung des neuen Romans von Umberto Eco gereizt. Der Klappentext der deutschen Übersetzung:

Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre – und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes “Dokument” für die “jüdische Weltverschwörung”, das dann fatale Folgen haben wird.

Jetzt schlage ich mich schon seit Wochen mit diesem Buch herum. Es wird nicht besser. Ich fürchte, da wollte einer, der sehr viel kann, noch mehr. Eco hat seine Handlung zugeschüttet mit Namen und historischen Ereignissen und sein widerlicher Protagonist verliert zusehends an Farbe. Schade; die Idee war gut.

Samstag, 7. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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Die Annäherung des E-Readers an das gedruckte Buch

Ich habe vor einiger Zeit in diesem Blog geschrieben, dass ich mir den Amazon-E-Reader nicht kaufe, weil ich es unmöglich finde, dass ein Produkt, das mit Büchern zu tun hat, den Modellnamen „kindle“ (anzünden) trägt. Mir wurde seither mehrfach gesagt, dass damit nicht auf das Verbrennen von papierenen Büchern angespielt wird, sondern dass die Assoziation „entfachen der Leseleidenschaft“ geweckt werden sollte. Beinahe hätte ich das geglaubt. Nun heißt aber das neueste Modell des Amazon-E-Readers „Fire“.

Ganz abgesehen von diesem Benennungs-Missgriff, der wahrscheinlich darin begründet liegt, dass sich mit der E-Reader-Technik anfangs hauptsächlich Geeks ohne Geschichtsbewusstsein beschäftigt haben, ist der „Fire“ allerdings ein ziemlich beeindruckendes Gerät. Ich hatte vor zwei Wochen die Gelegenheit, mit einem zu spielen. Das kann man ziemlich gut, allerdings ohne Netzkabel nicht sehr lange. Der Stromverbrauch ist hoch, zu hoch für einen E-Reader, finde ich. Allerdings hängt das auch mit den Lesegewohnheiten zusammen. In meinem Leben gibt es durchaus Gelegenheiten, bei denen ich mehr als vier oder fünf Stunden ohne Unterbrechung fern einer Steckdose lese.

Aber der „Fire“ kann Farbe, Musik in akzeptabler Qualität und Filme – auch die, wie mir versichert wurde, durchaus gut. Das Gerät selbst verfügt über eine relativ geringe Speicherkapazität, denn Amazon will, dass seine Kunden möglichst alle Daten bei ihnen auf der „Cloud“ ablagern. Gelesen, gehört, gesehen wird also im Idealfall (aus der Sicht der Entwickler und des Anbieters) online. Der „Fire“ ist schön, handlich und er kann viel.

Mein E-Reader kann – nachdem ich das Firmware-„Upgrade“, das sich als totaler Programm-Müll entpuppt hat, wieder entfernt habe – keine Farbe, keine Filme und die Audioqualität reicht gerade für einen meiner Lieblings-Podcasts. Aber der tägliche Eintrag im „California Birthday Book“ von 1909 und der neue Roman von Umberto Eco werden zuverlässig und ohne großen Stromverbrauch angezeigt, und das ist es, was ich wollte.

Die Weiterentwicklung der E-Reader zeitigt interessante Folgen: Je mehr die Geräte können, desto näher (relativ gesehen) ist ein „alter“ E-Reader am gedruckten Buch.

Donnerstag, 5. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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A Vintage of Vers

Above me rise the snowy peaks
Where golden sunbeams gleam and quiver,
And far below, toward Golden Gate,
O’er golden sand flows Yuba River.
Through crystal air the mountain mist
Floats far beyond yon distant eagle,
And swift o’er crag and hill and vale
Steps morning, purple-robed and regal.

Clarence Urmy (1858-1924)

aus: The California Birthday Book, 1909

Sonntag, 1. Januar 2012 von Karin S. Wozonig
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A New Year’s Wish

May each day bring thee something
Fair to hold in memory—
Some true light to shine
Upon thee in the after days.
May each night bring thee peace,
As when the dove broods o’er
The young she loves; may day
And night the circle of
A rich experience weave
About thy life, and make
It rich with knowledge, but radiant
With Love, whose blossoms shall be
Tender deeds.

Helen Van-Anderson
aus: The California Birthday Book, 1909

Donnerstag, 22. Dezember 2011 von Karin S. Wozonig
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Zeitfresser-Technik

Einen Teil meines ersten Urlaubtags in New Hampshire verbrachte ich damit, meinem E-Reader, einem OYO von Thalia, beizubringen, seine neueste Firmware wieder zu vergessen und dabei die gespeicherten E-Books zu behalten. So ist das, wenn man sich als Beta-Testerin für schlechte Software zur Verfügung stellt. Seit einem Jahr kündigt Thalia an, dass die Software der ersten OYO-Generation durch ein Update verbessert würde. Der erste Versuch mündete in eine Firmware, die zur vollständigen Entleerung des Akkus im Standby-Modus führte. Der zweite, vor einer Woche präsentierte Versuch der Verbesserung hatte zur Folge, dass mein OYO keine Buchtitel und Autorennamen mehr angezeigt hat. Eine Liste von 650 Einträgen „Neues Buch ungelesen“ ist nicht sehr informativ. Jetzt läuft mein OYO wieder auf der ersten Firmware-Version und ich weiß, warum die OYO-Facebook-Seite von Thalia abgedreht wurde.

Dienstag, 13. Dezember 2011 von Karin S. Wozonig
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Kaffeehausgespräch über das Kaffeehaus

Der Salon “Kaffeehausgespräche“, der von Maria Poets und mir im April 2008 ins Leben gerufen wurde und an dem seit Oktober 2009 Detlef Thofern als Salonherr mitwirkt, geht in seiner jetzigen Form dem Ende zu, denn ich ziehe um. Und so haben wir uns ein selbstreflexives Thema für das letzte Treffen ausgedacht. Wir werden am 15.12.2011 um 19.00 über das Kaffeehaus sprechen. Dr. Thofern nimmt Angebote für eine Mitarbeit und Vorschläge für einen Kaffeehausgespräche-Neuanfang entgegen, bitte schicken Sie Ihre Ideen an: kaffeehausgespraeche@web.de

Samstag, 10. Dezember 2011 von Karin S. Wozonig
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Nachromantische Lyrik in Prosa

Fremder, der du diese Blätter liesest! ich möchte dich kennen, um zu wissen, ob es dir je im Leben so gut ward, zur Zeit, wo die Blumen noch blühen und die Früchte schon reifen, die ein Doppellaut ist von Duft und Süße, an der Seite eines geliebten Wesens, ein dir noch unbekanntes Land zu durchstreifen, wohin dich Wunsch und Sehnsucht oft getragen, und welches du nun noch viel schöner fandst, als in deinen Träumen? Wenn dir je so wohl ward: so laß uns schweigen, wie Wissende gern thun. … Bist du aber, was Gott verhüte! gar Einer von den Philistern, die es albern finden, daß man seinen wohlgeordneten Haushalt gegen Straßenstaub und schlechte Betten in den Gasthäusern vertauscht, die es für thöricht erachten, einen Berg zu besteigen, weil man oben doch nur sieht, was man unten noch deutlicher sehen könnte: so will ich vollends kein Wort an dich verlieren. Du würdest es doch nie begreifen, was es heißt, beim Morgensonnenstrahl hingehen, die staunende Andacht des eignen Herzens auf geliebten Zügen wiederfinden, von dem heißen Strahl des Mittags in den Wald flüchten, die herbe Lieblichkeit seines Duftes einathmen, seine Schatten und Lichten über ein theures Antlitz spielen sehen, – Abends, wenn die Sonne scheidet, daß sie nicht alles Licht von dir fortnimmt, da dir ein Wesen bleibt, das fähig, dir jede Nacht zu erhellen, und beim Mondenglanz dein Herz emporrauschen fühlen, wie das heilige Meer! – Wenn du’s begreifst, so brauche ich dir’s nicht zu sagen; und begreifst du’s nicht, so wär’s fruchtlos, dir’s zu sagen. Darum: Schweigen für alle Fälle.
Aus: Betty Paoli: Honorine (Novelle), 1844