Sonntag, 25. März 2012 von Karin S. Wozonig
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Die Anfänge des E-Books

Ich habe mich in meinem Blog immer wieder einmal zum Thema E-Book-Reader geäußert. Kurz zusammengefasst: Finde ich gut, die Idee. Ich habe schon vermutet, dass sie – die Idee – etwas älter sein könnte. Vor einiger Zeit hat sich der Blog Paleofuture des Themas angenommen und erfreut uns mit einem schönen Bild:

Donnerstag, 22. Dezember 2011 von Karin S. Wozonig
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Zeitfresser-Technik

Einen Teil meines ersten Urlaubtags in New Hampshire verbrachte ich damit, meinem E-Reader, einem OYO von Thalia, beizubringen, seine neueste Firmware wieder zu vergessen und dabei die gespeicherten E-Books zu behalten. So ist das, wenn man sich als Beta-Testerin für schlechte Software zur Verfügung stellt. Seit einem Jahr kündigt Thalia an, dass die Software der ersten OYO-Generation durch ein Update verbessert würde. Der erste Versuch mündete in eine Firmware, die zur vollständigen Entleerung des Akkus im Standby-Modus führte. Der zweite, vor einer Woche präsentierte Versuch der Verbesserung hatte zur Folge, dass mein OYO keine Buchtitel und Autorennamen mehr angezeigt hat. Eine Liste von 650 Einträgen „Neues Buch ungelesen“ ist nicht sehr informativ. Jetzt läuft mein OYO wieder auf der ersten Firmware-Version und ich weiß, warum die OYO-Facebook-Seite von Thalia abgedreht wurde.

Freitag, 14. Oktober 2011 von Karin S. Wozonig
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Alles wird immer besser

Zwei Autoren des Software Usability Research Laboratory (SURL) der Wichita State University, M. Phan & J. Teves, haben sich in einem Usability-Test mit zwei E-Readern beschäftigt, nämlich mit dem Kindle 2 und dem Nook. Sie stellen dabei mit Hilfe der Technique for Human Error Assessment (THEA) Mängel bei der intuitiven Bedienbarkeit und bei der Klarheit bezüglich der Trennung unterschiedlicher Funktionalitäten fest. Die Autoren bemerken, dass der Bedarf an Verbesserung solcher Geräte gegeben ist und appellieren an die Anbieter:

..the arrival of various e-Readers in the market has given book enthusiasts an enriched reading experience. Not only are they able to carry thousands of books where ever they go, some of these devices also allow users to browse the web, play games, and listen to their favorite music. To lead this particular niche, companies should be constantly evaluating the design of their products to make sure that it continues to cater to the needs of the consumers.

Nachzulesen sind ihre  Ergebnisse im Usability Newsletter des Instituts.

Dienstag, 11. Oktober 2011 von Karin S. Wozonig
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Warnung und Wiederholung

Die Frage, ob sich das elektronische Lesen durchsetzen wird und sogenannte E-Books den gedruckten Büchern Konkurrenz machen werden, lässt sich mit Zahlen beantworten. Noch aussagekräftiger aber ist ein dpa-Interview, in dem der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, abschreckende Maßnahmen (Warnhinweise und Abmahnungen) gegen illegale Downloads fordert.

Montag, 8. August 2011 von Karin S. Wozonig
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Das Ende des Taschenbuchs

Ich habe mich in kurzer Zeit an meinen E-Reader gewöhnt und betrachte ihn, oder richtiger: die darauf geladenen Bücher als Bestandteil meiner Bibliothek. Verkaufszahlen die von Consultern, Verlagen und Buchhändlern veröffentlicht werden, lassen darauf schließen, dass sich das Prinzip E-Book durchsetzt. Oder doch nicht? Da sich mir Zahlen für gewöhnlich nur unter Anleitung erschließen, freue ich mich über den Blog von Mike Shatzkin, der gestern fragte: “Will print and ebook publishers ultimately be doing the same books?” Die Antwort ist hier nachzulesen.

Montag, 30. Mai 2011 von Karin S. Wozonig
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Kindle führt zum Klassiker

Heute gibt es wieder einmal etwas über das elektronische Lesen zu sagen. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich mir gedacht hätte, ich würde es hier in meinem Blog gar nicht mehr erwähnen. Jetzt gibt es aber wieder etwas zu berichten, nämlich: Der Verkauf des Kindle durch Amazon in Europa führt dazu, dass auch wir, die wir den Kindle aufgrund seiner wie ich finde ausgesprochen unsympathischen Benennung nicht verwenden, und statt dessen z.B. auf dem OYO lesen, eine große und vor allem recht gut geordnete und gut durchsuchbare Plattform für Klassiker und generell ältere Literatur im E-Reader-lesbaren Format bekommen haben. Mit einem kleinen Programm, das das proprietäre Kindle-Format für den PC oder Mac konvertiert und einer Software für die Verwaltung von E-Books (Calibre bietet sich hier an), stehen jetzt sehr viele gut edierte Bücher zur Verfügung. Andere Anbieter, z.B. Thalia, haben das auch, aber Amazon macht (wieder einmal) vor, wie es richtig geht.

Dienstag, 15. Februar 2011 von Karin S. Wozonig
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Wiederholte Lektüre

Zur Zeit lese ich wieder einmal “Über den Umgang mit Menschen” von Knigge. Dieses übrigens in der elektronischen Form auf meinem OYO, einem E-Book-Reader, der aufgrund der desaströsen Kommunikationspolitik des Verkäufers, der Thalia-Buchhandelskette, auf Facebook abgewatscht wird. (Da hat jemand seine PR-Hausaufgaben nicht gemacht. Mein OYO funktioniert tadellos und hat keinerlei Makel, aber natürlich ist mir meine Zeit zu schade, das auf Facebook kundzutun.)

In loser Folge werde ich in diesem Blog Fundstücke aus “Über den Umgang mit Menschen” präsentieren. Ich beginne mit einer Ausführung zum richtigen Ton in der Konversation, auch zu lesen als Negativbeispiel zum Thema Bewertung der Wichtigkeit des eigenen Berufs.

Ein Professor, der in der literarischen Welt eine nicht gemeine Rolle spielt, meint in seiner gelehrten Einfalt, die Universität, auf welcher er lebt, sei der Mittelpunkt aller Wichtigkeit, und das Fach, in welchem er sich Kenntnisse erworben, die einzige dem Menschen nützliche, wahrer Anstrengung allein werte Wissenschaft. Er nennt jeden, der sich darauf nicht gelegt hat, verächtlicherweise einen Belletristen; einer Dame, die bei ihrer Durchreise den berühmten Mann kennenzulernen wünscht und ihn desfalls besucht, schenkt er seine neue, in lateinischer Sprache geschriebene Dissertation, wovon sie nicht ein Wort versteht; er unterhält die Gesellschaft, welche sich darauf gefreut hatte, ihn recht zu genießen, bei der Abendtafel mit Zergliederung des neuen akademischen Kreditedikts, oder, wenn der Wein dem guten Manne jovialische Laune gibt, mit Erzählung lustiger Schwänke aus seinen Studentenjahren.

Mittwoch, 12. Januar 2011 von Karin S. Wozonig
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Lesestoff für hundert Jahre

Wie in diesem Blog mehrfach angekündigt, habe ich eine meiner Lieblingstätigkeiten, nämlich das Lesen, auf sogenannte elektronische Bücher ausgedehnt. Als Werkzeug dafür (danke Gerda!) dient mir ein Gerät mit der eigentümlichen Bezeichnung OYO, das unter anderem über eine sehr simple Webshop-Funktion verfügt, mit deren Hilfe man hürdenlos Bücher der Buchhandelskette Thalia (294 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz) kaufen kann, ein Geschäftsmodell, dass sich, glaubt man den Pressemeldungen von Amazon, bewährt.

Wer so wie ich Bücher des neunzehnten Jahrhunderts schätzt, kann mittlerweile auch diese im e-Book-Format käuflich erwerben (der Preis beträgt zwischen 90 Cent und 2 Euro pro Buch). Alternativ stellen diversen Plattformen, unter anderem google books, gemeinfreie Bücher aller Art gratis in den entsprechenden Formaten (der OYO erkennt unter anderem pdf- und epub-Dateien) zur Verfügung. Die Qualität der Digitalisate lässt allerdings oft zu wünschen übrig und die Auswahl ist gleichermaßen überwältigend wie enttäuschend.

Daher habe ich jetzt zu einer altmodischen Lösung gegriffen und mir eine DVD des etwas glücklosen Unternehmens Direct Media Publishing gekauft, das mit seiner Digitalen Bibliothek bereits vor Jahren ein großes Digitalisierungsprojekt realisiert hat, mit seiner proprietären Software – die durchaus gute Funktionalitäten aufweist – allerdings den Geist der Zeit nicht ganz verstanden hat. Neben der von Seiten des Anbieters etwas optimistischen Möglichkeit, durch den Kauf einer Konvertierungssoftware aus den Texten der Digitalen Bibliothek e-Reader-lesbare Dateien zu machen, gibt es auch die Möglichkeit “Die große eBook-Bibliothek der Weltliteratur” zu erstehen. In meiner Version sind von den knapp 3.000 Texten (davon ca. 1.800 deutschsprachige “Klassiker”) fünf im epub-Format fehlerhaft, lassen sich aber durch die entsprechenden pdf-Files ersetzen. Die Texte sind gut redigiert, Funktionen wie Volltextsuche und Inhaltsverzeichnisse sind vorhanden. Ab heute habe ich nicht nur die Lutherbibel und Goethes “Faust” sondern auch mehrere Gedichtbände von Ada Christen, den “Witiko” von Stifter und das publizistische und lyrische Hauptwerk von Betty Paoli immer bei mir.

Sonntag, 19. Dezember 2010 von Karin S. Wozonig
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Lesen im Schnee

Ich habe seit einigen Wochen einen eBook-Reader und es ergeht mir wie Ruth Klüger, die bei der Eröffnungsrede zur BuchBasel (”Bekenntnisse einer süchtigen E-Book-Leserin”) im November von dieser Erfindung schwärmte. Klüger sieht ihren Kindle als Erweiterung dessen an, was wir bisher als Buch kannten. Um die Buchstaben gehe es, um das Lesen, meint die Literaturwissenschaftlerin und Autorin, (deren Buch “weiter leben” ich – in jeder Form – empfehle). Wer nicht besonders gut sieht und manchmal auf Reisen ist, wird einen eBook-Reader zu schätzen wissen. Ich verlasse das Haus nicht mehr ohne ihn - die Gefahr, ohne Lektüre in einem eingeschneiten Zug festzusitzen, ist gebannt.

Montag, 25. Oktober 2010 von Karin S. Wozonig
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Zukünftiges

Durch den Kindle (ich habe Vorbehalte) und andere E-Book-Reader ging in den USA der Verkauf von gedruckten Liebesromanen zurück. Das ergibt eine aktuelle Studie des Nielsen BookScan. Kein Grund zur Panik:

Die deutsche Buchbranche wird bis 2014 im Schnitt jährlich um 1,7 Prozent wachsen. Das hat die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers in ihrem neuen “media outlook: 2010–2014″ errechnet.

Und der Anteil der E-Books dabei?

Bei belletristischen E-Books geht PWC gar von einem Anstieg um 93,6 Prozent jährlich aus. Der Umsatz läge 2014 bei 284 Millionen Euro im Jahr. (Mehr dazu im Börsenblatt.)

Vielleicht wird’s ein OYO