Dienstag, 5. Mai 2009 von Karin S. Wozonig
Schlagworte: ,
Veröffentlicht in 19. Jahrhundert | Keine Kommentare

Mehr Begegnungen mit Ida Fleischl-Marxow

Aus dem Tagebuch von Marie von Ebner-Eschenbach, 4. und 22. Mai 1866, über Ida Fleischl-Marxow:

Sehr angenehm im tête a tête. Anregend. gescheidt.

Jedenfalls ein Gewinn diese Frau zu kennen, u. was ihre kurz angebundene Art u. Weise, die Frau v. Littrow so verurtheilt, betrifft, ist sie wenigstens natürlich u. einfach, nicht gedrechselt nicht solches Erziehungsresultat wie die der vortrefflichen Astronomen.

aus: Marie von Ebner-Eschenbach: Tagebücher 1. Kritische Texte und Deutungen. Hrsg. von Karl Konrad Polheim und Norbert Gabriel. Tübingen 1998.

Samstag, 14. März 2009 von Karin S. Wozonig
Schlagworte: , ,
Veröffentlicht in 19. Jahrhundert, Literaturwissenschaft | Keine Kommentare

Wer war Ida Fleischl-Marxow?

Am 4. Juni 1911 notierte Marie von Ebner-Eschenbach in ihr Tagebuch: „Heute vor 12 Jahren ist Ida gestorben. Brief vom getreuen Otto ‚In 30 Jahren weiss niemand mehr was für eine Frau Mama gewesen ist.‘“

Ida Fleischl-Marxow war maßgeblich am literarischen Erfolg Ebner-Eschenbachs beteiligt. Sie war die erste Leserin der Entwürfe der Schriftstellerin, sie nahm Einfluss auf Handlung und Gestaltung der Erzählungen und korrigierte die Druckbögen.

Zudem war Ida Fleischl-Marxow die Lebensfreundin Betty Paolis. Vierzig Jahre lang lebte die Dichterin im Hause Fleischl und konnte durch diese Unterstützung als freie Schriftstellerin arbeiten.

Ida Fleischls Sohn Otto, Arzt und Pianist (1849-1935), lebte seit 1873 in Rom. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Schweizerin Nina Schwarzenbach, empfing er in seinem offenen Haus Musiker, Maler und Intellektuelle. Zu den Gästen zählten Liszt, Wagner, Brahms, Nietzsche und Böcklin.

Freitag, 13. März 2009 von Karin S. Wozonig
Schlagworte: ,
Veröffentlicht in 19. Jahrhundert, Literaturwissenschaft | Keine Kommentare

Begegnung mit Ida Fleischl-Marxow

Aus dem Tagebuch von Betty Paoli:

13. März 1866:

Dienstag. Jahrestag meiner ersten Begegnung mit Ida. Vormittags gearbeitet; Besuch von Fürst Fr. Schwarzenberg. Nach Tisch mit Ida Frau Wertheimer besucht. Abends zu Hause und Ida vorgelesen.

13. März  1880:

25jähriger Gedächtnistag meiner ersten Begegnung mit Ida. Ein Vierteljahrhundert!

13. März 1885:

Dreißigster Jahrestag meiner ersten Begegnung mit Ida.

13. März 1893:

Der 38ste Jahrestag meiner ersten Begegnung mit Ida. Sie schenkte mir C. F. Meyer’s Novellen.

Montag, 23. Februar 2009 von Karin S. Wozonig
Schlagworte: , , ,
Veröffentlicht in 19. Jahrhundert, Literaturwissenschaft | Keine Kommentare

Betty Paoli schreibt im Februar

Aus dem Tagebuch Marie von Ebner-Eschenbachs: 25. Februar 1885: „Abends bei Ida [Fleischl-Marxow] – zerfasert, der ganze Abend. Das beste war ein Aufsatz Betty’s den sie selbst vorlas über die Wandlungen der Frauenfrage.“

Montag, 12. Januar 2009 von Karin S. Wozonig
Schlagworte: , ,
Veröffentlicht in 19. Jahrhundert, Literaturwissenschaft | Keine Kommentare

Paolis Schreib- und Lebenssituation

Im Jahr 1855 ließ der gute Stern der Dichterin sie finden, was wol die Erfüllung des Traumes eines jeden Schaffenden ist: alle Annehmlichkeiten, alles Behagen des Familienlebens ohne eine seiner Verpflichtungen. Durch fast vierzig Jahre hat sie im Frieden des Hauses v. Fleischl-Marxow, unter hochbegabten, edlen Menschen gelebt: frei und geschützt.

aus: Feuilleton. Betty Paoli. In: Neue Freie Presse 22. Juli 1894. S. 1-4. [gez. Marie v. Ebner-Eschenbach, St. Gilgen, den 14. Juli 1894]