Donnerstag, 25. Januar 2018 von Karin S. Wozonig
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In der Haut des Architekten

Thomas Stangl hat einen neuen Roman geschrieben. Er spielt (im mehrfachen Wortsinn) in Afrika, in einer Stadt mit dem Namen Belleville, in der Französisch die Kolonialsprache und vielleicht Ewe die richtige Sprache ist. Aber diese Eckdaten sind gar nicht wichtig. Alles, was es über die Stadt zu wissen gibt, wenn man wie der Protagonist als Europäer dorthin zu einem Kongress fährt, wird uns beschrieben. Der Sand auf den Straßen, die Struktur der Mauern, die Gerüche, die Farben der Hühner, der Weg zum Meer; alles nimmt der Architekt deutlich und überdeutlich wahr. weiterlesen

Dienstag, 22. Oktober 2013 von Karin S. Wozonig
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Politisches=privat. Thomas Stangls neuer Roman

Sollten Sie im Jahr 2000 in Österreich gewesen sein, gar an den Donnerstagsdemos teilgenommen haben, und sollten Sie das Bedürfnis haben, sich durch ein literarisches Werk in die überaus beklemmende Atmosphäre zurückversetzen zu lassen, dann lesen Sie Thomas Stangls neuen Roman, er ist politisch. Er ist aber auch außerordentlich privat. Die persönlichen Entscheidungen der drei Hauptfiguren sind mit psychologischer Überzeugungskraft begründet und geschickt mit dem politischen Rahmen verknüpft. Keine leichte Lektüre, aber eine lohnende.

Eine enthusiasmierte Kritik von Christopher Heil (ich stimme nicht in allen Punkten mit ihm überein, aber der Rezensent gibt einen guten Eindruck von der hohen literarischen Qualität des Buchs) können Sie hier lesen.