Dienstag, 13. Dezember 2011 von Karin S. Wozonig
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Kaffeehausgespräch über das Kaffeehaus

Der Salon „Kaffeehausgespräche„, der von Maria Poets und mir im April 2008 ins Leben gerufen wurde und an dem seit Oktober 2009 Detlef Thofern als Salonherr mitwirkt, geht in seiner jetzigen Form dem Ende zu, denn ich ziehe um. Und so haben wir uns ein selbstreflexives Thema für das letzte Treffen ausgedacht. Wir werden am 15.12.2011 um 19.00 über das Kaffeehaus sprechen. Dr. Thofern nimmt Angebote für eine Mitarbeit und Vorschläge für einen Kaffeehausgespräche-Neuanfang entgegen, bitte schicken Sie Ihre Ideen an: kaffeehausgespraeche@web.de

Mittwoch, 16. November 2011 von Karin S. Wozonig
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Großschriftsteller zum Kaffee

Morgen wird wieder einmal ein Kaffeehausgespräch stattfinden, ein Treffen im literarischen Salon, den ich vor einiger Zeit gegründet habe. Der Salonherr Detlef, mit dem gemeinsam ich die Abende vorbereite, hat sich als Thema einer morgen zu beginnenden Reihe „Literarische Schwergewichte“ ausgedacht und zum Einstieg Thomas Mann gewählt. Damit bin ich einverstanden, ich werde aber trotzdem über das neunzehnte Jahrhundert sprechen.

Aus der projektierten Reihe wird aber einstweilen nichts, denn nach dem Salongespräch im Dezember, das ein selbstbezügliches Thema haben wird, pausiere ich erst einmal.

Vielleicht verlagere ich die Veranstaltung auf einen anderen Kontinent. Auf Detlef als Ko-Gastgeber muss ich dann allerdings verzichten.

Dienstag, 7. Juni 2011 von Karin S. Wozonig
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Was machen Sie eigentlich am Bloomsday?

Die Literaturgeschichte lebt, so könnte man meinen, von einigen wenigen einflussreichen Schriftstellern und ganz wenigen einflussreichen Schriftstellerinnen. Und dann gibt es da noch ein paar einflussreiche Protagonisten. „Bloom“ gehört dazu, und ihm zu Ehren gibt es den Bloomsday. Am diesjährigen Bloomsday werde ich mit meinem Salonherrn Detlef ein Kaffeehausgespräch leiten, in dem es – nein, nicht um Ulysses, sondern um den Einfluss ungelesener Bücher gehen soll. Also wenn es nach mir geht. Aber die Kaffeehausgespräche sind ein Salon, und für den gilt: Erlaubt ist, was interessiert.

Dienstag, 18. Januar 2011 von Karin S. Wozonig
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Literarischer Erstkontakt im Gespräch

Auch im Jahr 2011 werde ich gemeinsam mit Detlef Thofern regelmäßig einen literarischen Salon veranstalten. Unter dem Titel „Kaffeehausgespräche“ widmen wir uns wechselnden Themen. Detlef und ich denken uns den Gesprächsstoff aus und bereiten jeweils ca. 10minütige Einleitungen vor, die den möglichen Rahmen abstecken. Dann wird das allgemeine Gespräch eröffnet und nimmt einen nicht vorhersehbaren Verlauf, der von den Interessen der Gäste bestimmt wird. Salon eben. Übermorgen ist es wieder so weit, Thema: Bücher der Kindheit.

Freitag, 15. Oktober 2010 von Karin S. Wozonig
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Der Salon und die Politik

Seit über einem Jahr betreibe ich gemeinsam mit einer Ko-Salonière (anfangs) bzw. einem Salonherren (Detlef Thofern, Sozialwissenschaftler) die salonartigen „Kaffeehausgespräche“, in denen es ein Mal im Monat um Bücher geht. So auch beim nächsten Termin, der dem Thema „Das politische Buch“ gewidmet sein wird.
Zeit: Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19.00 Uhr
Ort: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen: www.kaffeehausgespraeche.de

Dienstag, 27. April 2010 von Karin S. Wozonig
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Geselligkeit mit Betty Paoli

Anfang April 1861: Also um 5 Uhr: Erster Besuch im Salon Laube, zur täglichen Empfangsstunde. Frau Iduna saß auf ihrem Sofaplatz … Laube fragte die Dichterin Betti Paoli, ob es wahr sei, daß … na, irgend etwas, das er über sie gelesen habe. „Ach“, sagte die Paoli, schlug die schönen dunklen Augen gen Himmel und machte einen Zug an ihrer langen Zigarre,  „ach nein, das hat ja nur dieser Esel von Cerri geschrieben!“ Laube: „Hier sitzt er!“

Erinnerungen an das alte Burgtheater. Von Auguste Wilbrandt-Baudius. In: Der Greif, 1. Jg.,  2. Bd. 1914

Montag, 19. April 2010 von Karin S. Wozonig
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Bacillus Librorum

Der Salon „Kaffeehausgespräche“ widmet sich nicht nur der schönen Literatur (Belletristik), sondern Büchern im Allgemeinen, wie Sie am Thema des nächsten Termins – „Ratgeberliteratur“ – sehen können.

In diesem Zusammenhang möchte ich etwas zum Thema „bacillus librorum“ bemerken. Es handelt sich dabei um einen Krankheitserreger, der die Bibliomanie auslöst. Diese unterscheidet sich von der Bibliophilie dadurch, dass der Bibliomane vor verbrecherischen Taten nicht zurückschreckt, um an ein Buch zu kommen und seine Büchersammlung zu vergrößern. Die Übergänge zwischen Bibliophilie und Bibliomanie sind fließend, nehme ich an.

Entdeckt wurde der bacillus librorum im neunzehnten Jahrhundert von einem Herrn Dr. O’Rell. Das versichert glaubhaft Eugene Field (1850-1895) in seinem, tja, Roman „Love Affairs of a Bibliomaniac“ (1895).

Dr. O’Rell has an interesting theory which you will find recorded in the published proceedings of the National Academy of Sciences (vol. xxxiv., p. 216). Or, if you cannot procure copies of that work, it may serve your purpose to know that the doctor’s theory is to this effect—viz., that bibliomania does not deserve the name of bibliomania until it is exhibited in the second stage. For secondary bibliomania there is no known cure; the few cases reported as having been cured were doubtless not bibliomania at all, or, at least, were what we of the faculty call false or chicken bibliomania.

„In false bibliomania, which,“ says Dr. O’Rell, „is the primary stage of the grand passion—the vestibule to the main edifice—the usual symptoms are flushed cheeks, sparkling eyes, a bounding pulse, and quick respiration. … The sufferer now stands in a slippery place; unless his case is treated intelligently he will issue from that period of gloom cured of the sweetest of madnesses, and doomed to a life of singular uselessness.

„But properly treated,“ continues Dr. O’Rell, „and particularly if his spiritual needs be ministered to, he can be brought safely through this period of collapse into a condition of reenforced exaltation, which is the true, or secondary stage of, bibliomania, and for which there is no cure known to humanity.“

I should trust Dr. O’Rell’s judgment in this matter, even if I did not know from experience that it was true. For Dr. O’Rell is the most famous authority we have in bibliomania and kindred maladies. It is he (I make the information known at the risk of offending the ethics of the profession)—it is he who discovered the bacillus librorum, and, what is still more important and still more to his glory, it is he who invented that subtle lymph which is now everywhere employed by the profession as a diagnostic where the presence of the germs of bibliomania (in other words, bacilli librorum) is suspected.

I once got this learned scientist to inject a milligram of the lymph into the femoral artery of Miss Susan’s cat. Within an hour the precocious beast surreptitiously entered my library for the first time in her life, and ate the covers of my pet edition of Rabelais. This demonstrated to Dr. O’Rell’s satisfaction the efficacy of his diagnostic, and it proved to Judge Methuen’s satisfaction what the Judge has always maintained—viz., that Rabelais was an old rat.

Freitag, 26. März 2010 von Karin S. Wozonig
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Typisch Salon

Gestern gab es unter meiner Leitung ein Kaffeehausgespräch zum Thema „Das Utopische in der Literatur“. In meiner Einleitung habe ich empfohlen, Karl Marx zu lesen. Wohin das geführt hat, können Sie hier nachlesen.

Sonntag, 6. September 2009 von Karin S. Wozonig
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Kaffeehausgespräche gehen weiter

Die Tradition des Salons soll nicht enden. Deshalb gehen die Kaffehausgespräche weiter. Und zwar am 16. September 2009 um 19.00 im Café Catwalk, welches früher Café Heile Welt hieß, was ganz gut gepasst hat („Catwalk“ passt immerhin zu meinem vorigen Blogeintrag). Diesmal soll es um „Lesegewohnheiten” gehen. Das ist ein Thema, das meine Ex-Ko-Salondame Maria Poets vorgeschlagen hat. Ihre Vermutung: Wir sind mit unseren Eigenheiten (Banknoten als Lesezeichen, farblich sortierte Bücherstapel, Gedichte nur an ungeraden Tagen…) nicht allein. Ich bin gespannt.

Dienstag, 2. Dezember 2008 von Karin S. Wozonig
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Reden über das Lesen

Kaffeehausgespräche – aus Liebe zum Buch. So heißt eine Veranstaltungsreihe, zu der Maria Poets, Übersetzerin, und ich ein Mal im Monat in Hamburg einladen. Mit einer kurzen Einleitung, zum Beispiel einer kurzen Leseprobe, und ein paar eigenen Fragen oder Anmerkungen geben wir das Thema des Abends vor. Der Rest entwickelt sich von allein, im Austausch und Gespräch mit allen, die gekommen sind und mitreden wollen.

Mit den Kaffeehausgesprächen möchten wir die Tradition der Salons des 19. Jahrhunderts pflegen, in denen unverbindlich und halböffentlich geplaudert wurde. Nicht einzelne Werke, Autorinnen oder Autoren stehen an diesen Abenden im Mittelpunkt, sondern die Gedanken von Leserinnen und Lesern.

Themen, Termine und Ort finden Sie hier.